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Was ist eine

Sexualberatung?

Sexualität ist Ausdruck und Mittel der Kommunikation mit sich selbst und anderen. Mit ihr kann Lebendigkeit, Geilheit, Leidenschaft und Liebe ebenso ausgedrückt und erlebt werden wie Gleichgültigkeit, Ablehnung, Angst und Gewalt. Entsprechend hat die eigene Sexualität für jeden Menschen eine andere Bedeutung und erfüllt hierdurch auch unterschiedliche Funktionen.

Sexualberatung bietet die Möglichkeit, das sexuelle Verhalten und Erleben zu reflektieren und zu verstehen. Durch die Planung konkreter Veränderungsschritte wird der Handlungsspielraum erweitert.

Viele Patientinnen und Patienten würden sexuelle Fragestellungen gern im Rahmen der ärztlichen Sprechstunde ansprechen, wenn sie Gelegenheit dazu hätten.

Oft ist dies jedoch nicht möglich, weil im Praxisalltag die Zeit fehlt, um über diese intimen Themen sprechen zu können; auch in psychotherapeutischen Behandlungen wird Sexualität ausgeklammert. So gibt es für viele Klientinnen und Klienten keinen geeigneten Ort, an dem über sexuelle Fragen und Probleme gesprochen werden kann.

Gleichzeitig ist die eigene Sexualität für viele Menschen ein sehr verletzlicher und häufig problematischer Bereich.

In der Sexualität spiegeln sich verschiedene Themen: der kulturell verankerte Umgang mit Sexualität, männliche und weibliche Rollenvorstellungen, die eigene psychosexuelle Entwicklungsgeschichte, Veränderungen der Lebenssituation, sexuelle Gewalterfahrungen, gesundheitliche Probleme und das Altern. All dies formt und bestimmt das sexuelle Erleben und zeigt gleichzeitig, dass Sexualität ein Prozess ständiger Veränderung und damit störanfällig ist.

Mit unserem Angebot stellen wir einen Rahmen zur Verfügung, in dem sexuelle Probleme und Fragestellungen in Ruhe mit einer Fachfrau oder einem Fachmann besprochen und Lösungen gefunden werden können.

Wie Sexualität gelebt wird,

hängt von der jeweiligen

Kultur, der historischen

Entwicklung und der

individuellen

Lebensgeschichte ab

Häufig arbeiten sich

Menschen an sexuellen

Idealbildern ab und

verlieren hierdurch

das Gefühl

für ihr sexuelles

Profil

Sexuelle Vielfalt

ermöglicht ein breites

Spektrum von Erfahrungen.

Kippt diese Möglichkeit in einen

Zwang, werden eigene sexuellen

Bedürfnisse und Grenzen

möglicherweise nicht

mehr wahrgenommen

Sexualität:

'Liberalisierung' 'Moral' 

und 'Normativität'

 

Unsere Zeit versteht sich als sexuell liberal. Erlaubt ist, was beiden Partnern gefällt. Sex sollte spontan, lustvoll und abwechslungsreich sein. Für jede sexuelle Spielart und Vorliebe finden sich leicht Partner und Partnerinnen im Internet. Medikamente überbrücken Funktionseinschränkungen und manchmal werden Drogen eingesetzt, um das sexuelle Empfinden zu intensivieren.


Schon Kinder und Jugendliche schauen sich in Pornos alle nur erdenklichen sexuellen Spielarten an und entwickeln Bilder einer optimalen sexuellen Performance, lange bevor sie die Aufregung des  ersten Kusses erlebt haben.


Sexualität ist öffentlicher geworden. Aus dem Blickwinkel gerät, wie sehr eigene sexuelle Vorstellungen hierdurch entwertet werden können und wie verletzbar Menschen in diesem intimen Bereich sind. 


Trotz der vermeintlichen sexuellen Freiheit existieren in unserer Gesellschaft eher stereotype Bilder und Vorstellungen zu Sexualität. Männer wollen und können immer, Frauen sind sexuell eher zurückhaltend, geraten aber beim richtigen Mann auf Knopfdruck in Ekstase. 


Dies kann dazu führen, dass sich Menschen, in der Vorstellung es handle sich um ihr eigenes sexuelles Profil, an sexuellen Idealbildern abarbeiten. 


Vor diesem Hintergrund kann jede vermeintliche Abweichung, jede „Funktionsstörung“ und jede Veränderung der Lebenssituation in ein sexuelles Leerfeld führen, in dem kein Handlungsspielraum mehr zu existieren scheint. 
Was auch immer in der Sexualität, wie sie bisher gelebt werden konnte, nicht mehr „funktioniert“, wir verstehen sexuelle Symptome nicht als „Störung“. Sie sind ein Hinweis des Körpers und der Psyche, dass Veränderungen anstehen.

Bei einigen der genannten Bereiche können körperliche Ursachen im Vordergrund stehen. Dies sollte vorher medizinisch abgeklärt werden


Wir bieten keine Psychotherapie an. Sollte sich im Rahmen des Beratungsprozesses zeigen, dass eine weiterführende Therapie sinnvoll ist, können wir Sie gerne an kompetente und erfahrene Kolleginnen und Kollegen weiterverweisen


Sexualberatung bietet die Möglichkeit, das sexuelle Verhalten und Erleben zu reflektieren und zu verstehen. Durch die Planung konkreter Veränderungsschritte wird der Handlungsspielraum erweitert

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